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Falten vorbeugen: Was Hautpflege wirklich leistet und wo ihre Grenzen liegen

Kseniya Kobets in einem aktuellen Yahoo-Beitrag Stellung bezieht, lässt sich Faltenbildung weder wegdiskutieren noch wegcremen.

Falten vorbeugen: Was Hautpflege wirklich leistet und wo ihre Grenzen liegen

Nach Einschätzung der Dermatologin Dr. Marisa Garshick, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Kseniya Kobets in einem aktuellen Yahoo-Beitrag Stellung bezieht, lässt sich Faltenbildung weder wegdiskutieren noch wegcremen. Beide machen deutlich: Keine Pflege, kein Serum und kein Wirkstoff kann die Biologie des Alterns zurückdrehen – aber ein durchdachtes, konsequentes Ritual kann bestehendes Kollagen schützen und neue Zeichen der Zeit sichtbar abmildern. In meiner Kabine sehe ich fast täglich, wie viel Ruhe allein diese ehrliche Antwort in die Gesichter meiner Kundinnen bringt.

Was die Haut wirklich altern lässt – und was nicht

Wenn eine Kundin bei mir sitzt und fragt, ob ihr Serum die Uhr zurückdrehen kann, öffne ich genau diese Stelle aus dem Expertenrat. Kobets teilt die Auslöser sichtbarer Hautalterung in zwei Welten: in jene, die wir kaum beeinflussen können – Gene, das natürliche Reifen der Haut, stille Entzündungsprozesse im Stoffwechsel – und in jene, an denen unser Alltag täglich mitdreht. Dazu zählt vor allem die UV-Belastung, aber auch Rauchen, Ernährung und Bewegung. Pflege, sagen beide Dermatologinnen, ist deshalb nur ein Puzzleteil – wenn auch ein besonders wirksames.

Was eine konsequente Routine tatsächlich leistet

Die ehrliche Antwort auf die große Frage: Pflege kann Falten nicht verhindern, aber ihre Sichtbarkeit verringern und das Hautbild insgesamt jugendlicher halten. Wer laut Garshick täglich Sonnenschutz mit einem Retinoid kombiniert, hat langfristig weniger Pigmentflecken, weniger feine Linien und ein gesünderes Hautbild als jemand, der schlicht nichts tut. Wichtig ist die Reihenfolge: SPF an erster Stelle, danach erst Wirkstoffe wie Retinol, AHAs, PHAs oder Peptide – immer in der Konzentration, die die Hautbarriere auch wirklich verträgt. In meiner Praxis übersetze ich das gern in eine kleine Alltagsregel: morgens Schutz, abends Aufbau, und zwischendurch eine kurze Ruhepause für die Haut.

Geduld als wichtigster Wirkstoff

Was ich meinen Kundinnen am häufigsten sage: Hautpflege ist kein Sofort-Effekt, sondern eine Investition in die eigene Hautgeschichte. Wer nach zwei Wochen noch keine sichtbare Veränderung sieht, hat nicht versagt – die Haut arbeitet in Zyklen, und Kollagen braucht Monate, um sich zu erneuern. Wie es Garshick formuliert, zeigt sich über Nacht kein dramatischer Unterschied – wer dabeibleibt, profitiert langfristig. Das Schöne ist: Es ist nie zu früh und nie zu spät, damit zu starten – selbst in den Sechzigern oder Siebzigern lässt sich laut Kobets noch viel für das vorhandene Kollagen tun. Genau hier knüpft der parallel erschienene Yahoo-Beitrag über die schlichte Routine von Schauspielerin Morena Baccarin an: weniger Schritte, mehr Dranbleiben – ein Prinzip, das in meiner Kabine seit Jahren funktioniert.