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Hautpflege-Fehlkäufe vermeiden: Diese 5 Produkte können Sie sich sparen

Passend dazu hat Real Simple eine Liste veröffentlicht, auf welche fünf Produkte viele Dermatologinnen und Dermatologen eher verzichten und welche Alternativen sinnvoller sind.

Hautpflege-Fehlkäufe vermeiden: Diese 5 Produkte können Sie sich sparen

Dr. Praveen Bharadwaj, Dermatologe am Manipal Hospital Whitefield in Bengaluru, hat kürzlich erklärt, wie ihr unterscheidet, ob eure Haut nach einem neuen Produkt nur eine vorübergehende Anpassungsphase durchläuft – oder ob ein echter Breakout vorliegt. Passend dazu hat Real Simple eine Liste veröffentlicht, auf welche fünf Produkte viele Dermatologinnen und Dermatologen eher verzichten und welche Alternativen sinnvoller sind. Was das in der Praxis bedeutet, ergänze ich aus meiner Kabine.

Wenn die Haut sich neu sortiert

Unter Purging versteht man eine vorübergehende Reaktion, die entstehen kann, wenn ein Produkt die Zellerneuerung ankurbelt. Nach Dr. Bharadwajs Darstellung zeigen sich dann vermehrt kleine Unreinheiten, weil Öl und abgestorbene Hautschüppchen schneller an die Oberfläche gelangen und als Mitesser, Whiteheads oder kleine Pickel sichtbar werden. Auslöser sind nach seinen Angaben vor allem Retinoide wie Retinol und Tretinoin sowie exfolierende Säuren wie Salicyl- und Glykolsäure. Auch zu Beginn einer Aknetherapie kann es passieren. Wichtig: Eine anfängliche Verschlechterung heißt nicht automatisch, dass das Produkt schlecht ist – die Haut kann sich einfach umstellen.

Purging oder echter Breakout – woran ihr es erkennt

Der Dermatologe nennt drei Anhaltspunkte: den Zeitpunkt, den Ort und den Verlauf. Purging zeigt sich typischerweise kurz nach dem Einstieg in ein neues Produkt – und vor allem dort, wo ihr sowieso schon zu Unreinheiten neigt. Ein Breakout dagegen kann nach Dr. Bharadwajs Worten überall auftauchen, auch ohne neues Produkt, und fühlt sich oft tiefer, schmerzhafter oder stärker entzündet an. Er ergänzt, dass bei einem Breakout auch zystische oder tief sitzende Läsionen entstehen können, die gezielter Behandlung bedürfen.

Was ich euch in der Kabine mitgebe

In meiner Praxis begleite ich euch gern durch genau diese Phase, weil sie so oft für Verunsicherung sorgt. Wenn ihr ein neues Produkt mit Retinol oder Säure einführt, plant bewusst Ruhepausen ein – jeder zweite oder dritte Abend reicht oft, um die Hautbarriere zu stärken, statt sie zu überfordern. Beobachtet ein bis zwei Wochen lang, wo die Unreinheiten auftauchen: Bleiben sie in euren bekannten Problemzonen und lassen langsam nach, ist es meistens Purging. Breiten sie sich aus, werden schmerzhaft oder wandern in neue Bereiche, ist Vorsicht geboten – dann lieber absetzen und in der Kabine oder beim Dermatologen vorbeischauen. Macht es wie bei einem kleinen Ritual: einführen, beobachten, dokumentieren, nicht panisch reagieren. So wird aus Unsicherheit Schritt für Schritt eine Routine, die wirklich zu euch passt.