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Pharmazeutische Kosmetik: Hochkonzentrierte Wirkstoffe definieren neue Hautpflege-Standards

Nach einer Meldung der südkoreanischen Wirtschaftszeitung Maeil Business Newspaper verschiebt sich derzeit ein Segment in der Dermakosmetik: pharmazeutisch geprägte Kosmetik mit hochfunktionalen…

Pharmazeutische Kosmetik: Hochkonzentrierte Wirkstoffe definieren neue Hautpflege-Standards

Nach einer Meldung der südkoreanischen Wirtschaftszeitung Maeil Business Newspaper verschiebt sich derzeit ein Segment in der Dermakosmetik: pharmazeutisch geprägte Kosmetik mit hochfunktionalen Inhaltsstoffen und hohen Wirkstoffgehalten etabliert sich als eigene Kategorie. Parallel dazu berichtet Trend Hunter über eine Portfolioerweiterung bei CD Bioparticles um exosombasierte Inhaltsstoffe.

Pharmazeutische Kosmetik mit Hochfunktionalität

Das südkoreanische Blatt beschreibt eine wachsende Kategorie pharmazeutisch ausgerichteter Kosmetik, deren Kennzeichen hochfunktionale Wirkstoffe und hohe Wirkstoffgehalte sind. Im Unterschied zu klassischen Kosmetikprodukten verschiebt sich damit der Schwerpunkt der Rezeptur von sensorischen und pflegenden Aspekten hin zu einem pharmazeutisch geprägten Wirkprofil. Für die Wirkstoffanalyse bedeutet das: Konzentrationsangaben, Wirkstoffstabilität und das Verhalten an der epidermalen Barriere rücken in den Vordergrund, während Duft, Textur und unmittelbare Sensorik an Bedeutung verlieren.

Exosombasierte Inhaltsstoffe als neues Feld

Trend Hunter meldet, dass CD Bioparticles das eigene Portfolio an Materialien für die fortgeschrittene Hautpflege um exosombasierte Inhaltsstoffe erweitert. Welche konkreten Rezepturen, Konzentrationen und Anwendungsfelder sich daraus für die professionelle Hautpflege ergeben, ist aus der vorliegenden Meldung nicht abzuleiten.

Was bei der nächsten Kaufentscheidung zu prüfen ist

Wer im Studio oder bei der Heimpflege mit Rezepturen arbeitet, die als hochkonzentriert oder hochfunktional deklariert sind, sollte drei Prüfpunkte mitlaufen lassen. Erstens die deklarierte Wirkstoffkonzentration auf der INCI-Liste, idealerweise mit Prozentangabe oder molarer Bezugsgröße. Zweitens die Formulierungsbasis: liposomale, nanopartikuläre oder wässrige Systeme verhalten sich bei der Penetration durch das Stratum corneum unterschiedlich. Drittens die regulatorische Verortung. In der EU können solche Rezepturen je nach Auslobung an die Grenze zu Medizinprodukten oder Arzneimitteln geraten, was Konsequenzen für Vertrieb und Kennzeichnung hat.

Bei exosombasierten Produkten fehlen derzeit belastbare klinische Studien zur kosmetischen Anwendung. Solange keine unabhängigen Daten mit reproduzierbaren Endpunkten vorliegen, ist eine evidenzbasierte Bewertung nicht möglich. Empfehlenswert ist, Markteinführungen zu beobachten und auf transparente Herstellerangaben zu Herkunft, Isolationsverfahren und Chargenreinheit zu achten.